ARMATUREN & LEITUNGEN
Führende Armaturenverbände aus Europa, den Vereinigten Staaten und Japan haben zum 10. Dezember eine internationale Allianz gegründet, um die künftigen Herausforderungen der Armaturenindustrie gemeinsam anzugehen. Die International Valves and Taps Alliance richtet sich an die gesamte Wertschöpfungskette der Branche und bezieht sowohl Gebäude- als auch Industriearmaturen sowie Antriebe für Armaturen ein.
Zentrales Ziel der Allianz ist es, internationale Erfahrungen zu bündeln und gemeinsame Positionen zu erarbeiten, die gegenüber Politik und Öffentlichkeit einheitlich vertreten werden. Dazu gehört auch eine abgestimmte Interessenvertretung gegenüber internationalen Regulierungsbehörden. Auf diese Weise sollen technologische, regulatorische und umweltpolitische Anforderungen in den verschiedenen Märkten besser bewältigt werden. Die Initiative geht auf einen internationalen Verbändeaustausch im Rahmen der Mitgliederversammlung des italienischen Armaturenverbands AVR zurück, der Ende Oktober in Mailand stattfand und den organisatorischen Ausgangspunkt für die jetzige Vereinbarung bildete.
Vor dem Hintergrund wachsender globaler Herausforderungen für die Armaturenindustrie betonen die Initiatoren die Bedeutung eines intensiveren internationalen Austauschs. Die Branche sieht sich mit zentralen Zukunftsthemen wie sauberes Trinkwasser, Energiewende, Wasserstoffanwendungen und Kreislaufwirtschaft konfrontiert und befindet sich zugleich in einer Phase tiefgreifenden Wandels. In diesem Zusammenhang wird eine international abgestimmte Vision und der Dialog zwischen allen relevanten Akteuren als Voraussetzung genannt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Armaturentechnik zu stärken und ihre Relevanz in der industriellen Wertschöpfungskette deutlicher zu verankern. Zugleich soll die Allianz dazu beitragen, das Bewusstsein für den Industriezweig Armaturen zu schärfen und seinen Anliegen in politischen Diskussionen mehr Gewicht zu verleihen.
Bereits zum Start haben zahlreiche Organisationen eine gemeinsame Absichtserklärung für einen engeren Austausch unterzeichnet. Neben einem deutschen Armaturenverband gehören dazu AGRIVAL und FLUIDEX aus Spanien, AVR aus Italien, BVAA und CIPHE aus dem Vereinigten Königreich, EVOLIS aus Frankreich, IAMPO und VMA aus den Vereinigten Staaten, JVMA aus Japan, POMSAD aus der Türkei, SAI aus Schweden, SPAP aus Polen sowie URS aus der Schweiz. Die Allianz steht weiteren internationalen Verbänden der Armaturenindustrie offen und versteht sich als Signal für eine verstärkte globale Zusammenarbeit mit einer langfristigen Perspektive für die weltweite Armaturenbranche.



