PHARMA



 Mahltechnik für Kleinstmengen 

Labormühle für Pulverprozesse

Hosokawa Alpine Aktiengesellschaft 

Die Laboranlage Picoline für die Verarbeitung von Pulvern in Kleinstmengen ist überarbeitet worden und erhält weitere Funktionen. Das modulare System dient in Forschung und Entwicklung zum Feinmahlen, Sichten und Mischen und ist seit einigen Jahren im Einsatz. Mehr als einhundert Anlagen sind bereits installiert. Nun wurde die Plattform technisch angepasst, um den Einsatz im Laborumfeld flexibler zu gestalten und sicherheitsrelevante Anforderungen besser zu unterstützen.

Die Picoline besteht aus einer Prozessplattform, einer Plattformsteuerung, verschiedenen Funktionsmodulen sowie Zubehör. Sie deckt Mahlprozesse von der Grob- über die Vor- bis zur Feinstzerkleinerung ab und lässt sich außerdem für einen Kleinstmengen-Batchmischer, Mechanofusionsprozesse, mechanochemische Anwendungen oder reine Sichtungsaufgaben einsetzen. Neu ist die Trennung von Steuerungs- und Arbeitseinheit. Beide Einheiten können unabhängig voneinander positioniert und den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. So lässt sich die kompakte Prozessplattform beispielsweise in einem Laborabzug aufstellen, während die Steuereinheit außerhalb des Abzugs platziert wird. Ergänzend dazu wurde eine breite LED-Leiste zur Visualisierung des Betriebszustands integriert. Darüber hinaus flossen zahlreiche Detailanpassungen in das System ein, darunter die leichtere Zugänglichkeit aller Sicherungen, mögliche Stand-alone-Varianten, die Option für Kaltmahlprozesse, eine vollständige Kapselung der Elektronik sowie eine Produktwanne.

In der Produktentwicklung unterstützt die Picoline die schnelle und kosteneffiziente Validierung von Produktideen. Versuche mit dem System dienen als Grundlage für Durchsatzbestimmungen, insbesondere für Forschungsinstitute und Entwicklungsabteilungen aus den Bereichen Pharma, Chemie, Keramik, Batterieforschung, Funktionswerkstoffe, Magnetwerkstoffe und seltene Erden sowie überall dort, wo kleinste Pulvermengen aufbereitet werden. Nach Angaben des zuständigen Produktverantwortlichen können Anwender die ermittelten Herstellverfahren als Basis für eine spätere Übertragung in die Produktion nutzen. Da die verfügbaren Module auf bekannten Baureihen desselben Technologiekreises basieren, lassen sich Ergebnisse aus dem Labor gezielt einbinden. Laufende Prozesse können somit geprüft, optimiert oder angepasst werden, ohne mit Produktionsanlagen Ausschuss zu erzeugen.

Die Steuerung sowie alle für den Betrieb der Funktionsmodule erforderlichen elektrischen und mechanischen Bauteile sind platzsparend in der Steuerungsplattform integriert. Ein zentraler Adapter dient als Schnittstelle für sämtliche Funktionsmodule und ermöglicht den Wechsel von einem Modul zum anderen mit wenigen Handgriffen. Durch den modularen Aufbau ist eine Nachrüstung mit weiteren Modulen jederzeit möglich. Für die Reinigung ist das System so ausgelegt, dass eine trockene Reinigung oft ausreicht. Reicht diese nicht, lassen sich Module und Zubehörteile einzeln demontieren und separat waschen. Insgesamt erlaubt die Plattform, Laboranlagen modular zusammenzustellen und entsprechende Produktionstechnologien bereits in einem frühen Entwicklungsstadium gezielt aufzubauen und weiterzuentwickeln.