PROZESSAUTOMATISIERUNG & DIGITALISIERUNG



 WMS-Retrofitprojekt für Milchproduzent 

Vereinheitlichte Systemlandschaft 

KNAPP AG

Das österreichische Milchverarbeitungs- und Vertriebsunternehmen, Berglandmilch, setzt für die Vereinheitlichung ihrer IT-Systemlandschaft auf die SAP-Expertise von KNAPP IT Solutions. Das SAP-Kompetenzzentrum der KNAPP-Gruppe, konzipiert und implementiert SAP EWM als Template-Lösung für ein umfassendes WMS-Retrofitprojekt. An vier Standorten von Berglandmilch werden so SAP WM- und Non-SAP-WMS-Systeme in den nächsten Jahren abgelöst.

Ausgangspunkt des Retrofitprojekts war ein Lösungskonzept, das auf einer Prozessanalyse der betroffenen Lager beruht. Dieses Konzept umfasst empfohlene Vorgehensweisen, eine Risikobewertung, kritische Erfolgsfaktoren, eine Terminplanung sowie ein Richtbudget für die Einführung von SAP Extended Warehouse Management. Im Fokus steht das vollautomatisierte Logistikzentrum in Aschbach mit rund 20.700 Palettenstellplätzen. Parallel wurden auch die Lager in Wörgl, Feldkirchen und Geinberg berücksichtigt, um sie im Rahmen einer Template-Lösung gemeinsam zu modernisieren und eine effiziente Implementierung an allen vier Standorten zu ermöglichen.

Die neue Systemlandschaft ersetzt an den Standorten bestehende Lagerverwaltungslösungen und integriert ohne zwischengeschaltete Middleware die vorhandenen Automatisierungstechnologien. Dazu zählen Palettieranlagen, Fördertechnik und fahrerlose Transportsysteme verschiedener Anbieter. Am Standort Aschbach übernimmt das integrierte Materialflussmodul SAP Extended Warehouse Management Material Flow System künftig die Funktion eines Warehouse-Control-Layers und steuert sämtliche logistischen Prozesse sowie die angebundenen technischen Systeme in einer durchgängigen SAP-Umgebung. Ergänzend visualisiert ein SCADA-System den technischen Zustand der hochautomatisierten Produktions- und Distributionslinie und stellt einen laufenden Überblick über alle Anlagenkomponenten bereit. Das bestehende Produktionsplanungssystem kommuniziert über eine speziell entwickelte Schnittstelle mit dem neuen Lagerverwaltungssystem. Zudem werden in SAP Extended Warehouse Management ein Produktions- und Kommissioniercockpit sowie eine Tourenübersicht auf Basis bewährter Funktionen aus den bisherigen proprietären Systemen nachgebildet.

Damit erhöht das Retrofitprojekt die Transparenz in Produktion und Distribution und schafft eine einheitliche Basis für weitere Digitalisierungsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette von der Rohmilchannahme über die Lagerung bis zur Auslieferung. Die Inbetriebnahmen des neuen Systems erfolgen etappenweise: Geinberg startet im Jahr 2026, gefolgt von Aschbach im Jahr 2027. Feldkirchen und Wörgl schließen das Projekt im Jahr 2028 ab. Nach den Go-Lives werden alle vier Logistikzentren durch einen rund um die Uhr verfügbaren Service Desk für SAP Extended Warehouse Management unterstützt, der den kontinuierlichen Betrieb und die Betreuung durch spezialisierte Fachkräfte sicherstellen soll.