ARMATUREN & LEITUNGEN

 Stabile Dichtpressung trotz Compression Set 

Membranventile mit konstanter Verpressung

Undichtigkeiten zwischen Ventilkörper und Membrane gehören zu den bekannten Herausforderungen in biotechnologischen Anlagen – insbesondere nach mehrfacher Sterilisation im SIP-Verfahren mit Sattdampf. Ursache ist das materialtypische Setzverhalten von Elastomeren, das sogenannte Compression Set. Durch die bleibende Verformung unter thermischer und mechanischer Belastung kann sich die Dichtpressung im Betrieb reduzieren. Zusätzlich können sich diese Effekte mit zunehmender Anzahl von Sterilisationszyklen verstärken und die Prozessstabilität langfristig beeinflussen.

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Goetze KG Armaturen

Die Folgen reichen von Sterilitätsproblemen über Cross-Contamination bis hin zu Chargenverlusten. Zudem können wiederkehrende Leckagen die Validierbarkeit und bestehende Zertifizierungen der Anlage beeinträchtigen und damit auch zusätzliche Prüf- und Wartungsaufwände verursachen. Mit den Membranventilen von Goetze Armaturen wird dieses physikalische Verhalten konstruktiv berücksichtigt. Eine im Antrieb integrierte Edelstahl-Druckhülse übernimmt die Funktion eines mechanischen Ausgleichselements und stellt eine konstante Verpressung der Membrane sicher. Das sonst häufig notwendige Nachziehen nach der ersten Dampfsterilisation entfällt. Durch die Kombination aus geeigneter Membrane und passendem Antrieb lässt sich das Leckageproblem nachhaltig beheben, ohne zwingend die gesamte Armatur austauschen zu müssen. Ergänzend trägt die Lösung dazu bei, Wartungsintervalle zu verlängern und die Betriebssicherheit in sensiblen biotechnologischen Prozessen zu erhöhen.

Warum verlieren Membranventile langfristig ihre Dichtfunktion?

Membranventile sind zentrale Dichtelemente in hygienischen und industriellen Anwendungen. Ihre Funktionssicherheit basiert wesentlich auf den Eigenschaften des eingesetzten Elastomers. Unter thermischer und mechanischer Dauerbelastung, beispielsweise durch wiederholte SIP-Zyklen, verändern sich jedoch die materialtypischen Eigenschaften dieses Werkstoffs. Diese Veränderungen erfolgen zeitabhängig und sind charakteristisch für Elastomere. Leckagen entstehen daher nicht zwingend durch Montagefehler oder eine fehlerhafte Auslegung, sondern können eine Folge materialtypischer Relaxations- und Verformungsprozesse sein.