PUMPEN & KOMPRESSOREN
Kundenindividuelle Lösungen für Gehäuseschlauchpumpen
Asymmetrische Metallgehäuse
Zum Leistungsspektrum von Thölen Pumpen zählen die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb kundenspezifischer Schlauchpumpen sowie Pumpensysteme inklusive Zubehör für vielfältige Dosier-, Abfüll- und Förderanwendungen. Die Produkte des inhabergeführten Familienunternehmens stammen überwiegend aus der Medizintechnik, dem Pharmabereich, der Chemieindustrie, der Vendingwirtschaft, dem Druckmaschinenbau und der Abfallentsorgung.
Für seine Gehäuseschlauchpumpe vom Typ Lagopredos suchte Thölen ein zeitgemäßes Gehäuse. Das Vorgängermodell mit Edelstahlfront, Kunststoffseitenteilen und einer Folientastatur mit Zwei-Zeilen-Display hatte ausgedient. “Wir wünschten uns ein stabiles schwarzes Gehäuse in modernem Design, mit dem sich eine ganze Pumpenfamilie realisieren ließ. Dabei sollte das Gehäuse gleichzeitig filigran und robust wirken. Außerdem musste es die hohen Hygiene-Anforderungen der Labor- und medizintechnischen Anwendungen erfüllen und elektromagnetisch abschirmen“, beschreibt Jörg Ziffels, Technischer Leiter bei Thölen, die Ansprüche an das Gehäuse.
Weitere Anforderungen waren austauschbare Frontplatten für die drei unterschiedlichen Pumpenköpfe und zwei Bedienkonzepte – ein Touchdisplay für die Vollversionen der Pumpen, drei Bedienelemente für die Economy-Ausführungen – sowie eine optimale Unterbringung von Elektronik, Stromversorgung und Antriebsstrang. Außerdem gewünscht waren eine senkrechte Anordnung der Motorplatte und eine abgeschrägte Bedienoberfläche.
Mehr als Standardgehäuse
Diese Wünsche kamen auch anlässlich eines Gesprächs mit Bopla zur Sprache, bei dem der Gehäusespezialist sein Leistungsspektrum jenseits der Standardgehäuse präsentierte. Dazu gehört die Entwicklung kundenindividueller Gehäuse nach Vorgaben und in enger Abstimmung mit den Kunden. Bopla unterstützt von der ersten Idee über die Fertigung und mechanische Bearbeitung bis hin zur Oberflächengestaltung und Integration von Touchdisplays und Elektronikkomponenten. Auf Anfrage übernehmen die Gehäusespezialisten sogar die Elektronikentwicklung inklusive Funktionsprüfung und liefern die funktionsfähigen Elektronikgeräte verkaufsgerecht verpackt an den Kunden.
„Was Bopla alles leisten kann, war uns vorher nicht bewusst. Es passte allerdings perfekt zu unserem Lagopredos-Projekt,“, erklärt Jörg Ziffels, der in darauf folgenden Gesprächen die Anforderungen konkretisierte. Dass Thölen zwar ganz konkrete Anforderungen an die Funktionalität, aber keine an die Gestaltung des Gehäuses hatte, gab Bopla größtmögliche Freiheiten bei der Erarbeitung eines kompletten Gehäusekonzepts.

Herausforderungen
Eine besondere Herausforderung speziell bei der E-Version der Schlauchpumpe war die geringe Materialstärke der Bedienplatte und die absolut präzise Ausführung der Abstände für die Bedienelemente. Bopla löste das Problem durch den Einsatz spezieller Einpressbolzen und einen entsprechend angepassten Fertigungsprozess. Auch für die Touchfront der V-Version ließen sich die Bünder etwas Besonderes einfallen: Eine Taschenfräsung in der Frontplatte sorgt dafür, dass das Touchdisplay – ein handelsüblicher 7 Zoll Raspberry Pi Touch – weit genug in die Platte einsinkt, um eine einzige glatte Bedienfeldfläche mit nahtlosen Übergängen zwischen der Glasoberfläche des Touchdisplays und der Aluminiumfrontplatte zu erzielen.
„Es hätte auch Alternativen zum jetzigen Gehäuse gegeben. Allerdings war nur Bopla in der Lage, von der Konstruktion über die Prototypenfertigung und mechanische Bearbeitung bis hin zur Pulverbeschichtung, Beschriftung und Baugruppenmontage alles aus einer Hand zu liefern“, stellt Jörg Ziffels fest. Und so wird die Zusammenarbeit fortbestehen, bei kundenspezifischen Gehäuselösungen aus Kunststoff ebenso wie bei künftigen größeren Projekten. Erste Folgeprojekte wurden bereits realisiert.
Lagopredos Schlauchpumpen
Die Familie der Lagopredos-Gehäuseschlauchpumpen umfasst Pumpen mit drei unterschiedlichen Pumpenmotoren in jeweils einer Economy- und einer Vollversion an – also insgesamt sechs verschiedene Ausführungen. Die E-Modelle der Pumpen werden typischerweise in einfachen Anwendungen mit eher geringen Anforderungen an die Genauigkeit eingesetzt. Sie besitzen drei Bedienelemente: Einen Ein- und Ausschalter, ein Drehpotentiometer zur Regelung der Drehzahl und einen Wahlschalter zum Einstellen der Drehrichtung. Die V-Varianten sind für anspruchsvolle Einsätze mit hohen Anforderungen an eine präzise Dosierung ausgelegt. Dazu zählen unter anderem Laboranwendungen, die Automobilproduktion und Automobilzulieferer. Die Vollversionen der Schlauchpumpen werden über ein Touchdisplay mit intuitiver Menüführung bedient und können mit übergeordneten Steuerungen (SPS) kommunizieren. Darüber sind Sonderversionen der Schlauchpumpe – u.a. als Remotesysteme ohne Bedienelemente – ab Stückzahl eins realisierbar. Das Besondere: Alle Modelle haben das gleiche Gehäuse aus schwarz pulverbeschichtetem Stahlblech mit Bedienfeld und Adapterplatten aus silberfarbenem Aluminium. Sie basieren auf einer ähnlichen Pumptechnik und unterscheiden sich lediglich durch die Pumpenplatten und die beiden Bedienvarianten E (drei Schalter) und V (Touchdisplay).




