EX-SCHUTZ & ANLAGENSICHERHEIT



 Gesetzeskonform, sicher, effizient 

ATEX-Vakuumlösung für technische und medizinische Gase

Dr.-Ing. K. Busch GmbH + Busch Austria GmbH

Zunehmend strengere gesetzliche Vorgaben stellen Industriebetriebe insbesondere beim Umgang mit explosionsgefährdeten Atmosphären vor neue Herausforderungen. Air Liquide Austria, ein Anbieter technischer und medizinischer Gase mit Sitz in Schwechat bei Wien, begegnet diesen Anforderungen mit einer speziell entwickelten Vakuumpumpe von Busch Vacuum Solutions.

Die ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpe R5 ATEX in Wasserstoffausführung kommt in einem explosionsgeschützten Bereich der Gasabfüllung zum Einsatz. Die Lösung erfüllt die österreichische VEXAT-Verordnung zum Explosionsschutz am Arbeitsplatz und demonstriert einmal mehr, wie Busch gesetzliche Neuerungen frühzeitig in die Produktentwicklung einfließen lässt – und so auch in regulierten Anwendungen zuverlässige Unterstützung bietet.

Versorgungssicherheit für Industrie und Medizin

Air Liquide Austria ist Teil der international agierenden Air Liquide Gruppe mit Hauptsitz in Paris. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb technischer Gase sowie auf begleitende Dienstleistungen für Medizin, Chemie, Automobil- und Elektronikindustrie. Am Standort Schwechat werden technische und medizinische Standardgase sowie maßgeschneiderte Gasmischungen für individuelle Kundenbedürfnisse hergestellt. Ergänzt wird das Portfolio durch Schweißzubehör und Trockeneis. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit: Ein Teil des im Zuge der Herstellung abgefüllten CO₂ stammt aus Gärprozessen und gilt damit als „nachhaltiges CO₂“. Neben Umweltaspekten spielt auch die Sicherheit eine zentrale Rolle – sowohl für die Mitarbeiter als auch bei der technischen Ausstattung. Die neue R5 ATEX in Wasserstoffausführung trägt dazu entscheidend bei.

Die österreichische VEXAT-Verordnung, welche die europäischen ATEX-Richtlinie 1999/92/EG umsetzt, verschärft die Anforderungen an Anlagen, in denen mit explosionsfähigen Atmosphären gearbeitet wird. Für Air Liquide Austria bedeutete dies, dass die eingesetzte Vakuumtechnik in kritischen Abfüllbereichen auf den neuesten Stand gebracht werden musste.

Das Unternehmen arbeitet bereits seit Langem mit Busch zusammen und entschied sich im Zuge der neuen Vorschriften erneut für den Hersteller – diesmal für die speziell für diesen Anwendungsbereich entwickelte R5 ATEX in Wasserstoffausführung. Die Inbetriebnahme erfolgte im März 2024 – als eines der ersten Modelle dieses Typs nach der Markteinführung im Januar desselben Jahres.

R5 ATEX in Wasserstoffausführung im Einsatz bei Air Liquide Austria GmbH. Quelle: Busch Group

Sicheres und effizientes Abfüllen brennbarer Gase dank Vakuum

Die Vakuumpumpe kommt bei Füllprozessen zum Einsatz, bei denen brennbare Gase abgefüllt werden. Der Bediener stellt das gewünschte Gasgemisch über die Systemsteuerung ein. Anschließend wird das Leitungssystem mit Hilfe der Vakuumpumpe evakuiert, um Undichtigkeiten auszuschließen. Diese würden dazu führen, dass der gewünschte Enddruck nicht erreicht werden kann. Danach werden die Flaschen geöffnet und ebenfalls evakuiert. Es folgen mehrere Spülzyklen: Das Gas, mit welchem die Flaschen gefüllt werden sollen, wird eingeleitet und anschließend wieder abgesaugt – je nach vorheriger Befüllung sind mehrere Durchläufe nötig, um die noch vorhandenen Restgase im Zylinder zu entfernen. Der Evakuierungsprozess erfolgt bei einem definierten Vakuumniveau von etwa 50 hPa (mbar). Insgesamt ist die Pumpe drei- bis fünfmal pro Füllzyklus im Einsatz. Die Vakuumpumpe ist fest in die Abfüllanlage integriert, auf einer Bandkonsole montiert und für Wartungsarbeiten leicht zugänglich. Die zuvor verwendete Pumpe wird generalüberholt und künftig als Redundanzsystem genutzt. Weitere Drehschieber-Vakuumpumpen von Busch sind am Standort Schwechat bereits im Einsatz – etwa Sauerstoffversionen für die Verarbeitung medizinischer Gase.

Abfüllanlage der Spezialgase von Air Liquide Austria GmbH. Quelle: Busch Group

Langjährige Zusammenarbeit 

Die Lösung von Busch bietet Air Liquide Austria nicht nur gesetzliche Sicherheit, sondern überzeugt auch im täglichen Betrieb. Die Wartung erfolgt größtenteils intern: Wöchentliche Sicht- und Filterkontrollen sowie ein jährlicher Ölwechsel gewährleisten die Betriebssicherheit. Bei Bedarf werden die Vakuumpumpen für Generalüberholungen an den Hersteller übergeben.

Die Zusammenarbeit zwischen Busch und Air Liquide Austria besteht seit vielen Jahren – und hat sich durch hohe Produktqualität sowie schnelle technische Unterstützung bewährt. „Die lange Partnerschaft mit Busch ist sehr gut. Das Unternehmen konnte uns Lösungen anbieten, die kein anderer Vakuumlieferant bietet“, sagt Diplom-Ingenieur Marc Geiss, Werksleiter der Air Liquide Austria in Schwechat. Ingenieur Erwin Weinzinger, Techniker bei Air Liquide Austria, ergänzt: „Ich persönlich habe mit Busch bereits 29 Jahre zu tun und bin sehr zufrieden.“