PHARMA



 Primärverpackungslösung für konstanten Lichtschutz 

Fläschchen für lichtempfindliche ADCs 

SCHOTT Pharma AG & Co. KGaA

ADCs gehören zu den innovativsten Wirkstoffklassen in der modernen Onkologie. Durch die Kombination zielgerichteter Antikörper mit hochpotenten zytotoxischen Wirkstoffen ermöglichen sie präzise Krebstherapien mit reduzierten Nebenwirkungen. Gleichzeitig zählen ADCs zu den komplexesten, empfindlichsten und kostspieligsten Arzneimitteln auf dem Markt. Einige dieser Therapien reagieren besonders sensibel auf Lichteinwirkung, was Stabilität, Wirksamkeit und Haltbarkeit beeinträchtigen kann. Ein zuverlässiger Lichtschutz über den gesamten Lebenszyklus des Medikaments hinweg ist daher von entscheidender Bedeutung.

Mehrere ADCs, die bereits zugelassen sind oder sich in der klinischen Entwicklung befinden, zeigen Lichtempfindlichkeit bereits während der Abfüllung. Der bislang übliche Schutz durch Sekundärverpackungen reicht für diese Produkte nicht mehr aus. Stattdessen ist eine spezialisierte Primärverpackungslösung erforderlich, die von Beginn an einen konstanten und zertifizierten Lichtschutz gewährleistet.

Mit Everic amber erweitert Schott Pharma seine bewährte Plattform mit hochwertigem Fiolax amber Borosilicatglas. Die Spezialfläschchen werden in einem präzise kontrollierten Heißformgebungsprozess hergestellt. Spezielle Konfigurationen im Umformungsprozess ermöglichen enge Maßtoleranzen und eine gezielte Anpassung der Lichttransmission – und damit den Schutz, der für lichtempfindliche Medikamente erforderlich ist.

Für lyophilisierte ADCs bietet die hydrophobe Innenbeschichtung Everic lyo zusätzlichen Mehrwert, indem sie sowohl Produktverluste als auch Prozessrisiken reduziert. Sie minimiert das Beschlagen während der Lyophilisation und verbessert die Restentleerung – ein entscheidender Vorteil, insbesondere bei hochpreisigen und empfindlichen Wirkstoffformulierungen. Die Beschichtung wird mittels der patentierten PICVD-Technologie aufgebracht und geht eine kovalente Bindung mit der Glasoberfläche ein. Im Gegensatz zu silikonisierten Fläschchen eliminiert dieses Verfahren das Risiko einer Kontamination des Arzneimittels durch freies Silikon.

Zwei Freigabekriterien in der laufenden Produktion, dokumentiert im Certificate of Analysis (CoA), stellen eine gleichbleibende Qualität und regulatorische Konformität der Everic lyo & amber Fläschchen sicher.

„Mit dieser Innovation bieten wir Pharmaunternehmen eine Aufbewahrungslösung, die die spezifischen Anforderungen von neuartigen ADCs erfüllt – von der Abfülllinie bis zum Patienten“, sagt Diana Löber, Global Product Manager. Wie alle Produkte im Everic Portfolio ist Everic lyo & amber modular und anpassbar und wird ausschließlich am deutschen Standort in Müllheim gefertigt.