MESSTECHNIK & ANALYTIK



 Sensorlösung ermöglicht frühzeitiges Eingreifen 

Wasserstoff-Leckagen zuverlässig erkennen

Quelle: Honeywell International Inc.

Wie bei anderen Energieformen ist auch bei wasserstoffbasierten Anwendungen ein umfassendes Sicherheitsmanagement entscheidend. Honeywell hat eine Lösung zur Wasserstoff-Leckage-Erkennung (Hydrogen Leak Detector, HLD) vorgestellt. Der Sensor wurde speziell dafür entwickelt, mikroskopisch kleine Wasserstofflecks in Echtzeit zu erkennen und so die Sicherheit wasserstoffbetriebener Systeme zu gewährleisten. Die Honeywell Lösung nutzt moderne Wärmeleitfähigkeitstechnologie (Thermal Conductivity Detection), um selbst kleinste Lecks von nur 50 Teilen pro Million zuverlässig zu identifizieren.

Wasserstoff ist farb- und geruchslos, hochentzündlich und diffundiert sehr schnell – was ihn schwer erkennbar macht und es dem Gas leicht ermöglicht, über Dichtungen oder Verbindungsstellen aus Tanks oder Leitungen zu entweichen. Dadurch steigt das Risiko von Bränden und Explosionen. Mit der Sensortechnologie von Honeywell können Betreiber frühzeitig eingreifen und Leckstellen abdichten, bevor daraus ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko entsteht.

„Wasserstoff bietet ein enormes Potenzial für den Betrieb globaler Infrastrukturen – aber Sicherheit muss dabei stets an erster Stelle stehen“, erklärt Moin Shafai, Chief Technology Officer von Honeywell Sensing Solutions. „Mit unseren Innovationen in der Leckage-Erkennung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Absicherung wasserstoffbetriebener Systeme – und zum Schutz der Menschen, die sie bedienen – während die weltweite Nachfrage ansteigt.“

Quelle: Honeywell International Inc.

BWR Innovations zählt zu den ersten Unternehmen, die Honeywells HLD-Lösung einsetzen. Das Unternehmen nutzt die Technologie, um bei der Modernisierung von Energieinfrastrukturen mit führenden Wasserstofflösungen zusätzliche Sicherheitsstandards zu setzen. Das Oncore-Energiesystem von BWR – ein vielseitiger Wasserstoff-Brennstoffzellen-Generator für den Heim- und Gewerbeeinsatz – ist mit HLD-Sensoren von Honeywell ausgestattet.

„Durch die Integration des HLD-Sensors von Honeywell in unser Oncore-Energiesystem erhalten wir eine zuverlässige Leckerkennung, die die Betriebssicherheit unseres wasserstoffbasierten Systems erhöht und die kontinuierliche Echtzeitüberwachung unserer Anlagen ermöglicht“, so Adam Jorgenson, Chief Operating Officer bei BWR Innovations.

Da Wasserstoff zunehmend kritische Infrastrukturen wie Baumaschinen, private Stromgeneratoren, Schwerlastfahrzeuge und Busse antreibt, steigt die weltweite Nachfrage rasant. Laut einem Bericht des Hydrogen Council waren im Jahr 2024 weltweit rund 90.000 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge unterwegs – ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber 2023. 

Im Gegensatz zu anderen Wasserstoffsensoren, die häufig neu kalibriert werden müssen, ist der HLD-Sensor von Honeywell so konzipiert, dass er ohne regelmäßige manuelle Eingriffe funktioniert. Wird er in der Nähe von Wasserstofftanks, Gasleitungen, Brennstoffzellen oder Fahrzeuginnenräumen installiert, muss er über einen Zeitraum von zehn Jahren weder justiert noch manuell kalibriert werden. Durch diesen geringen Wartungsaufwand lassen sich Ausfallzeiten von Anlagen vermeiden und Arbeitskosten in kritischen Branchen wie Bauwesen, Energieerzeugung, Logistik und Luftfahrt deutlich reduzieren.