Geschwindigkeit, Platzersparnis und digitale Steuerung
Plattform für automatisierte Verpackungslinien
Vor drei Jahren sprach sich herum, dass bei der TLM-Technologie (Top Loading Machine) von Schubert ein neuer Meilenstein bevorsteht. Auslöser war ein Prototyp, den das Unternehmen erstmals dem Fachpublikum präsentierte – ebenfalls auf der interpack. Dieser „Erlkönig“ ließ erahnen, dass eine neue TLM-Generation vieles neu definieren würde, von der Steuerungsarchitektur bis zur Gestellkonstruktion. Die Neugier der Branche war geweckt, und in vielen Kundengesprächen kristallisierte sich heraus, was ein serienreifes Modell bis zur Marktreife noch benötigt.
Drei Jahre später stand das Ergebnis dieser Arbeit in Düsseldorf auf der interpack. Mit dem Vorserienstand von 2023 hat die aktuelle TLM-Generation nicht mehr viel zu tun. Und das aus gutem Grund: Seit 2023 hat sich der Markt noch einmal gewandelt: „Die gestiegene Kostensensibilität vieler Kunden und der zunehmende Wettbewerbsdruck aus Asien forderten uns heraus“, erläutert Manuel Schuster, Leiter Neuentwicklung Baugruppen bei. „Umso entschlossener wollten wir mit der nächsten TLM eine Lösung auf den Markt bringen, die unsere Innovationsstärke als Technologieführer unterstreicht, aber auch die hohen Anforderungen an Leistung, Platzbedarf und Preis berücksichtigt.“
EtherCAT in der Feldkommunikation
Mit einer neuen Steuerung der Anlage stellt das Unternehmen auch das Ethernet-Protokoll für die Automatisierungskomponenten von Sercos-III auf EtherCAT um. EtherCAT hat sich im Bereich der dynamischen Motion-Applikationen durchgesetzt und eignet sich somit perfekt für die schnelle Robotik.
Bei so vielen Neuerungen muss Anlagenpersonal nicht auf das bewährte Bedienkonzept verzichten: An den übersichtlich gestalteten HMI-Bildschirmen können Bediener die Maschinen nach wie vor steuern und Prozesse überwachen – und das sogar deutlich flexibler als vorher. Als abnehmbare Tablets lassen sich die Bildschirme dezentral nutzen und ermöglichen eine webbasierte Interaktion mit der Anlage. Gerade bei umfassenden Linien müssen Bediener nicht zu einer fixen Schnittstelle zurückkehren, um Informationen auszuwerten, Formate zu wechseln oder Wartungsarbeiten durchzuführen. Sie tun dies bequem vom jeweiligen Standort aus und können so bei Bedarf schneller reagieren – eine wichtige Voraussetzung, um beispielsweise Regularien wie dem Cyber Resilience Act gerecht zu werden, der einen sicheren Betrieb von Systemen durch laufende Konfiguration und Updates vorschreibt.
Gestalterisch bietet die neue TLM Anwendern ebenfalls Freiraum: Mit Schwarz-Grau und Weiß bietet das Unternehmendie Innovation in zwei Farblinien an. Seit der interpack sind Pickerlinien und Flowpacker der aktuellen Generation am Markt erhältlich; bis 2028 möchte das Unternehmen das gesamte TLM-Portfolio mit dem neuen Ansatz anbieten.




