EDITORIAL

Der gläserne Mensch …
… beschreibt oft die Befürchtung, dass durch Digitalisierung und Datensammlung unser Privatleben öffentlich zugänglich wird. Ich bin dann immer froh, dass ich jetzt ein recht ruhiges Leben führe und alle die verrückten Dinge in meiner Vergangenheit vor der Verbreitung des Internets stattfanden. Mein heutiges Verhalten online ist jedoch transparent, denn jede Webseite füttert mir Kekse. Dann sind plötzlich überall Produkte, die ich mir in einer schlaflosen Nacht mal angeschaut habe. Ich sehe darin aber auch Vorteile, denn wenigstens sind es Dinge, die mich interessieren
Eine „gläserne Fabrik“ ist dahingegen erstrebenswert, denn in der industriellen Produktion ist Transparenz und Einsicht in alle Prozessschritte wichtig. Die Digitalisierung erlaubt hier die Sammlung und Auswertung von Daten, oft in Echtzeit, wodurch informierte Entscheidungen schnell getroffen werden können. So kann die Produktion optimiert und mögliche Probleme früh entdeckt werden, hierdurch können ungeplante Ausfälle verhindert, Zeit und Ressourcen gespart und Effizienz erhöht werden
In unserer Titelstory beschreiben wir, wie der Industriedienstleister und Standortbetreiber Infraserv Höchst mithilfe von rund 700 IoT-Sensoren die Digitalisierung der Instandhaltung vorantreibt. Im Industriepark Höchst hat die Tochterfirma Infraserv Höchst Prozesstechnik ein flächendeckendes, herstellerübergreifendes LoRaWAN-Funknetz etabliert. Hiermit kann die Wartung von Maschinen und Anlagen intelligent, zustandsorientiert und vorausschauend geplant werden. Mit einer eigens entwickelten App werden Sensorwerte mit Prozessdaten verknüpft, in logische Zusammenhänge gebracht und visualisiert. So kann der Betreiber vorausschauende Wartung konsequent umsetzen.
Wir wünschen Ihnen ein interessantes Leseerlebnis!
Beste Grüße