AUS DEN UNTERNEHMEN

 Prozesse nachhaltiger und effizienter gestalten 

Digitale Ventil-Diagnoselösung

Mit ValveInsight bietet der Fluidikspezialist Bürkert eine Lösung, die hilft, Produktionsprozesse deutlich nachhaltiger zu gestalten. Bei herkömmlichen Ventilen ist es oft nicht möglich, direkt zu erkennen, ob ein Ventil tatsächlich geschaltet hat oder nicht. Dafür wären zusätzliche Sensoren nötig, die wiederum teuer und aufwendig in der Integration sind. 

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Bürkert Fluid Control Systems

Hier kommt ValveInsight ins Spiel: Ein speziell entwickelter Algorithmus analysiert den Strom, der beim Einschalten der Ventile fließt. Das gibt unter anderem Aufschluss darüber, ob das Ventil wie geplant geschaltet hat. Dies wird durch die Magnetventilserie „Whisper Valves“, mit dem patentierten elektrodynamischen Antrieb, ermöglicht. Es ist also kein zusätzlicher Sensor notwendig, sondern das Ventil meldet selbst, wenn etwas nicht mehr funktioniert.

Diese digitale Prozessüberwachung spart Material, Energie und Zeit. Fehler im Ablauf werden früh erkannt, bevor sie zu Ausschuss oder Ressourcenverschwendung führen. Außerdem ist die Technologie offen gestaltet und kann einfach in bestehende Systeme integriert werden. Unternehmen benötigen also nur eines der Whisper Valves und können den Algorithmus kostenlos bei sich integrieren, ohne weitere Komponenten kaufen zu müssen. 

Die Ventil-Diagnoselösung ValveInsight Fluid Control Systems wurde mit dem Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2025 in der Kategorie „Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Digitalisierung, Industrie 4.0“ ausgezeichnet. Daniel Schmidt aus dem Innovation Management betont: „Die Auszeichnung mit dem Umwelttechnikpreis bestätigt uns in unserer strategischen Ausrichtung und unserem Innovationsansatz. Mit ValveInsight leisten wir nicht nur einen Beitrag zur digitalen Transformation, sondern zeigen auch, dass nachhaltige Technologien bei uns im Zentrum des Handelns stehen.“

Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg wird seit 2009 alle zwei Jahre vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen im Bereich nachhaltiger Innovationen. Prämiert werden besonders fortschrittliche Produkte und Verfahren, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz leisten. Der Preis richtet sich an Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Baden-Württemberg, deren Lösungen entweder kurz vor der Markteinführung stehen oder seit maximal zwei Jahren am Markt sind. Im Fokus steht dabei die umwelttechnische Leistungsfähigkeit einzelner Produkte. Die Auszeichnung erfolgt in den vier Kategorien: Energieeffizienz, Materialeffizienz und Ressourcenschonung, zirkuläres Wirtschaften und Vermeidung von Umweltbelastungen sowie Digitalisierung, KI, Mess-, Steuer- und Regeltechnik.


 Spezifisches Marktwissen – praxisnah vermittelt 

Netzwerk für Life-Science-Gründer

Illert GmbH

Eine Kooperation verbindet das Life Science Zentrum Mainz mit dem Netzwerk Healthcare Shapers. Gemeinsam wollen sie Forschende mit Gründungsinteresse frühzeitig mit Business-Expert:innen der Gesundheitswirtschaft zusammenbringen.

Zu den gemeinsamen Aktivitäten zählt ein Format für Gründer:innen, die sogenannten „Learning Nuggets“. Sie starten im März 2026 als bundesweites Angebot. In kompakten, 30-minütigen Online-Sessions vermitteln Expert:innen, unter anderem aus dem Netzwerk der Healthcare Shapers, praxisnah und marktspezifisch das Fachwissen, das es im stark regulierten Gesundheitsmarkt braucht. „Die Business Experten beleuchten die relevanten Fragestellungen aus der frühen Gründungsphase und unterstützen die jungen Gründer mit konkreten, umsetzbaren Impulsen – eine ideale Ergänzung unseres derzeitigen Angebots “, so Dirk Schmitt, Geschäftsführer des Life Science Zentrum Mainz.

Gerade in frühen Gründungsphasen fehlt es wissenschaftlichen Teams häufig an Wissen im Hinblick auf regulatorische Anforderungen, mögliche Marktzugangs-, Erstattungs- und Kommerzialisierungswege.

Für Günther Illert, Strategie Coach und Workshop Moderator, setzen die Learning Nuggets genau da an. Er hat das Beraternetzwerk Healthcare Shapers 2013 gegründet und sagt: „Viele exzellente Innovationen scheitern nicht an der Wissenschaft, sondern an der Komplexität des Gesundheitsmarktes. Die Kooperation mit dem Life Science Zentrum Mainz öffnet Gründerinnen und Gründern frühzeitig den Zugang zu genau dem Wissen und den Kontakten, die sie sowohl in der Startphase als auch für nachhaltigen Markterfolg benötigen.“ Die Termine werden fortlaufend auf der Website des Life Science Zentrums Mainz veröffentlicht, wo sich interessierte Gründer:innen allen Regionen Deutschlands direkt anmelden können.


 Kooperation von Forschung und Wirtschaft 

Life Science Start-up Day 

Life Science Factory Management GmbH

In Göttingen trafen sich über 300 Akteur:innen aus der Life-Science-Branche zu Niedersachsens größtem Netzwerk-Event der Lebenswissenschaften. Auf dem Programm standen Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Expertentipps zu Finanzierung und Teamkultur sowie umfangreiche Gelegenheiten zum Austausch.

Der Life Science Start-up Day, gemeinsam organisiert von Niedersachsen.next BioRegioN, Niedersachsen.next Startup, der Life Science Factory, Sartorius und KWS, bietet eine Plattform, über die die passenden Partner:innen zueinander finden. Ziel ist dabei, dass aus wissenschaftlichen Erkenntnissen Innovationen werden, die schließlich ihren Weg in die praktische Anwendung finden.

Wie innovativ und erfolgreich Niedersachsen in den Forschungsfeldern „rote“ (Biotechnologie, Medizintechnik und Pharma) und „grüne“ (vor allem Landwirtschaft und grüne Biotechnologie) Life Sciences ist, haben verschiedene Startups bei ihren Pitches auf der Bühne unter Beweis gestellt. Dabei ging es unter anderem um das patientenspezifische Züchten von Herzgewebe aus menschlichen Zellen, um Therapien gegen Krankenhauskeime für chronisch Kranke und um die operationsfreie Behandlung von schweren Lebererkrankungen bei Kindern. Ebenfalls der Kindergesundheit verschrieben hat sich ein Startup, das ein Gerät zur kindgerechten Visualisierung des Blutzuckerwerts entwickelt hat, Notfallalarm inklusive. Damit soll Kindern mit Diabetes zum einen eine gesunde Beziehung zu ihrer Krankheit ermöglicht werden, zum anderen soll den Erkrankten, ihren Familien und Betreuenden die Überwachung des Blutzuckerspiegels einfach gemacht werden, ganz ohne Smartphone.

Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen bedankte sich ausdrücklich bei den Startups und ihren Unterstützenden für die Innovationskraft und das wissenschaftliche Know-how und bestätigte den Life Sciences eine besondere Bedeutung für Niedersachsen: „Das Land hat ein großes Interesse an einem starken Life-Sciences-Ökosystem – in der Fläche, in den Regionen und mit internationaler Strahlkraft. Denn: Life Sciences sind ein außerordentlich breites, dynamisches und zugleich faszinierendes Feld. Hier treffen unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, Technologien und Anwendungsbereiche aufeinander. Wenn es gelingt, Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung in marktfähige Produkte zu überführen, entstehen enorme Potenziale für wirtschaftliches Wachstum und Wertschöpfung. Der Standort Südniedersachsen hat mit dem Zentrum Göttingen das niedersächsische Life-Sciences-Ökosystem in den jüngsten Jahren maßgeblich geprägt. Dazu gehört die Life Science Factory, die Startups eine exzellente Infrastruktur bietet. Und dazu gehört natürlich auch der Life Science Start-up Day, der die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik fördert und die Region weit über die Landesgrenzen hinaus als Innovationsstandort sichtbar macht.“

In Podiumsdiskussionen, Impulsvorträgen und Netzwerkformaten gab es für die Startups jede Menge Tipps und Einblicke von den Expert:innen zur eigenen Darstellung und der Angabe des konkreten Mehrwerts ihrer Innovation, zur Fokussierung ihrer Projekte sowie zur bestmöglichen Nutzung der verschiedenen Fördermittel. Auf der anderen Seite wünschten sich die Startups einen noch schnelleren und transparenteren Zugang zu Kapital und Netzwerken sowie mehr Flexibilität in den Förderbedingungen und betonten die Wichtigkeit von Unterstützung bei Anträgen Verträgen und Patentverwertung. Einig waren sich alle Teilnehmenden darin, dass es nur durch bessere Vernetzung der unterschiedlichen Förderangebote gelingen könne, Lücken zu schließen und das Startup-Ökosystem zu stärken.


 Präzise Messbedingungen realisiert 

Edelstahlkabine für prozessnahe Analytik

SCHRAMM GmbH

Schramm liefert eine isolierte Edelstahlkabine der Serie ESB mit sechs Metern Länge und vier Metern Breite an BASF. Die Konstruktion zählt zu den größten Kabinen dieser Baureihe. Schramm gehört bundesweit zu den wenigen Herstellern, die Anlagen dieser Dimension in Edelstahl planen und fertigen.

Der Aufbau besteht aus einer doppelschaligen Edelstahlkonstruktion mit Mineralwoll-Isolierung. Damit entstehen stabile Temperaturzonen für den Einsatz sensibler Mess- und Analysegeräte. Rohrdurchführungen im Dach und in den Seitenwänden ermöglichen die optimierte Einbindung in bestehende Leitungssysteme. Die resultierenden kurzen Leitungswege verbessern die Aussagekraft der Messwerte.

Im Innenraum befinden sich getrennte Temperaturkammern für Anwendungen bis über 100 Grad Celsius. Dadurch lassen sich Geräte unter konstanten Bedingungen betreiben, was für die Zuverlässigkeit prozessnaher Analytik relevant ist. Die Lieferung erfolgt als genehmigungspflichtiger Sondertransport. Die Kabine wird am Standort Lauterbach vollständig geprüft und vorkonfiguriert. Dadurch entfällt eine aufwändige Montage vor Ort.

„Die Größe, die Temperaturführung und die Vielzahl an Prozessschnittstellen machen das Projekt anspruchsvoll. „Unsere Erfahrung in der Konstruktion und Fertigung solcher Kabinen war dafür entscheidend“, erklärt Markus Tacke aus der Geschäftsführung bei Schramm.


 Integration erneuerbarer Rohstoffe 

Biomasse-zu-Methanol-Projekt 

thyssenkrupp Uhde GmbH

Für ein Biomasse-zu-Methanol-Projekt in der kanadischen Provinz Nova Scotia führt thyssenkrupp Uhde eine Integrations- und Optimierungsstudie im Auftrag von Nova Sustainable Fuels (NFS) durch. Diese Pre-FEED-Studie wird die wesentlichen Parameter von Uhdes integriertem Prozess quantifizieren, einschließlich der Feststoffvergasung und der Methanolsynthese zur Produktion von über 450.000 Tonnen Methanol pro Jahr aus nachhaltiger, holzbasierter Biomasse.

Im Projekt wird Uhdes bewährte PRENFLO-Feststoffvergasungstechnologie mit dem fortschrittlichen Methanolsyntheseprozess des Unternehmens kombiniert. Da thyssenkrupp Uhde beide Technologien aus einer Hand liefert, möchte Nova Sustainable Fuels die erwarteten Vorteile in der Gesamtintegration des Systems sowie die zukünftige Bankfähigkeit des Projekts validieren. Die Studie soll eine solide Grundlage für zukünftige Investitionsentscheidungen schaffen und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Kraftstoffproduktion in Kanada dar.

NSF plant die Produktion von zwei kohlenstoffarmen Kraftstoffen, die entscheidend sind für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors: nachhaltiger Flugkraftstoff (sustainable aviation fuel, SAF) und erneuerbares Methanol. Diese Kraftstoffe werden in einem vollständig integrierten Clean-Energy-System hergestellt, das über 1 GW erneuerbarer Elektrizität aus den geplanten Solar- und Windparks von NSF, lokale nachhaltige Biomasse und Wasser vereint. Erneuerbares Methanol wird zur Dekarbonisierung der Schifffahrt beitragen und gleichzeitig als vielseitiger, kohlenstoffarmer Baustein für andere Produkte wie nachhaltigen Flugkraftstoff und Chemikalien dienen. Der Baubeginn des NSF-Projekts wird nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen im Jahr 2028 erwartet, der Betrieb soll 2031 aufgenommen werden. Die erste umweltrechtliche Genehmigung wurde im Dezember 2025 erteilt.

Nadja Håkansson, Mitglied des Vorstands / COO von thyssenkrupp Decarbon Technologies und CEO von thyssenkrupp Uhde, betonte die strategische Bedeutung der Studie: „Die Dekarbonisierung von Chemikalien und Kraftstoffen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und sie liegt uns sehr am Herzen. Nachhaltiges Methanol spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer saubereren Energie- und Industrielandschaft. Bei thyssenkrupp Uhde sind wir stolz darauf, jahrzehntelange Erfahrung und integrierte Lösungen einzubringen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die Partnerschaft mit Nova Sustainable Fuels in dieser vorausschauenden Initiative ist für uns ein bedeutender Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Zukunft.“

„Wir freuen uns außerordentlich über die Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Uhde, deren Team über umfassende Erfahrung und eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in der Realisierung komplexer Projekte verfügt“, sagte Andrew Parsons, Projektleiter von NSF. „Ihre Beteiligung stärkt unser Projekt und erhöht unser Vertrauen in seinen langfristigen Erfolg. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt nach vorn und unterstreicht die Dynamik, die wir aufbauen.“

Mit jahrzehntelanger Erfahrung in Reformertechnologien, Feststoffvergasungsprozessen und der Integration von grünem Wasserstoff treibt thyssenkrupp Uhde Innovationen für eine nachhaltige industrielle Transformation voran. Die PRENFLO-PDQ-Feststoffvergasungstechnologie des Unternehmens ist für ihre Effizienz und Flexibilität bekannt und ermöglicht die Umwandlung unterschiedlichster Einsatzstoffe in Synthesegas für die nachgelagerte chemische Produktion.

Als Teil des umfassenden Engagements von thyssenkrupp für die Energiewende bietet Uhde Lösungen für CO₂-arme Chemikalien wie grünes Methanol oder Ammoniak an und unterstützt Kunden weltweit beim Aufbau widerstandsfähiger und nachhaltiger Wertschöpfungsketten. Mit weltweit führenden Technologien und einer ganzheitlichen Projektabwicklung aus einer Hand steht Uhde seinen Kunden zur Seite – von der ersten Idee bis zur kompletten Produktionsanlage.