

TOP-THEMA
Für komplexe Flüssigkeitsgemische in Extraktionsanlagen
Schonende Faltenbalg-Pulsatoren
Übliche Extraktionsverfahren stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn bei der Separation von Stoffgemischen in der Chemie- und Pharmaindustrie die zu trennenden Substanzen etwa ähnliche Siedepunkte aufweisen oder der Energieaufwand minimiert werden soll. Stattdessen sind Extraktionsverfahren technisch und wirtschaftlich sinnvoll, bei denen die Stoffgemische in Extraktionskolonnen zum Pulsieren gebracht werden.
LEWA GmbH
Mit den Pulsatoren können Extraktionskolonnen von bis zu 18 Meter Säulenhöhe beschickt werden, wobei bisher Hubvolumina zwischen 0,2 und 28l bei Hubfrequenzen zwischen 20 und 160 Hüben pro Minute realisiert wurden. Große Hubvolumina werden von LEWA in den neuesten Anlagen durch elektronische Synchronisation von einzelnen Pulsatoren erreicht. Die Faltenbälge werden mit hohem Wirkungsgrad durch mechanische Triebwerke aus dem Baukastensystem angetrieben. „Sie arbeiten nach dem Stellexzenterprinzip, wodurch die Hublänge im laufenden Betrieb stufenlos sehr präzise eingestellt werden kann. In Kombination oder separat lässt sich darüber hinaus die Hubfrequenz mittels Frequenzumrichter variieren“, erklärt Karl-Heinz Vogler, Head of Sales Division Process Industry & Downstream bei LEWA.
Wegen des robusten Aufbaus kann der Faltenbalg-Pulsator im Dauerbetrieb arbeiten. Die fluidberührten Komponenten bestehen aus hygienischem Edelstahl und PTFE. Zusätzlich verlängert ein Gaspolster-gestütztes Druckausgleichssystem die Lebensdauer des Faltenbalgs und minimiert die notwendige Antriebsenergie zum Auslösen der Pulsationen. „Besonders bei großen Pulsationsvolumina und Säulenhöhen lassen sich so die Betriebskosten deutlich senken“, ergänzt Vogler.
