ANLAGEN & KOMPONENTEN



 Separation vom Labormaßstab bis zur Produktion 

Single-Use-Tellerzentrifuge

GEA Group Aktiengesellschaft

Die kleine Single-Use-Tellerzentrifuge kytero 10 von GEA wird in der biopharmazeutischen-, Lebensmittel- und New Food-Industrie zur Produktentwicklung eingesetzt. Ihre Aufgabe ist die Trennung von Bakterien, Zellkulturen und Hefen sowie Anwendungen in der Zell- und Gentherapie. Die Tellerzentrifuge ist das kleinste Modell der GEA-Baureihe im Bereich der Zellseparation und -rückführung und für Volumina von einem bis 10 Liter geeignet. Dank seines sehr scherarmen Designs ist eine kontinuierliche Zellernte und ein Perfusionsprozess durch zentrifugale Separation vom Labormaßstab bis zur Produktionsgröße möglich. Der kytero 10 Separator ist für kleinste Batch- und Perfusions-Fermenter geeignet.

Weitere Modelle der Serie decken Bereiche von 500 bis zu 2.000 Liter (batch) ab. Testanwender haben festgestellt, dass dieses Konzept bisherige Grenzen überwindet. Die erzielten Ergebnisse lassen sich auf größere Modellvarianten und industrielle Produktion mit klassischen Edelstahl-Separatoren hochskalieren, was den Prozesstransfer und die Validierung erleichtert.

Die bewährte GEA Tellerzentrifugentechnologie wurde bei der kytero in kompakten single-use Maschinen mit einfach zu handhabenden Einheiten umgesetzt, die alle produktberührende Teile enthalten, ohne dass CIP (Cleaning-in-Place) und SIP (Sterilization-in-Place) nötig sind. Diese Einheiten werden nach einem Produktionslauf ausgetauscht, was ein Höchstmaß an Sicherheit vor Kontamination bietet. Gammabehandelte Wechsel-Einheiten sind standardmäßig erhältlich.

Die Single Use Perfusionsseparatoren bieten die gleichen Vorteile wie klassische Tellerseparatoren, jedoch ohne die Notwendigkeit von Reinigungsprozessen (CIP (Cleaning-in-Place) und SIP (Sterilization-in-Place). Sie sind in wenigen Minuten für den nächsten Prozesslauf bereit und benötigen außer Strom und Luft keine weiteren Medien. Das kompakte Design und die leichte und selbsterklärende Bedienbarkeit ermöglichen einen einfachen Betrieb in jeder Anlage. Das berührungslose Antriebssystem breeze Drive sorgt für sicheres Arbeiten unter hohen Biocontainment-Anforderungen.

Die Separatoren ermöglichen einen dauerhaften Betrieb über den Perfusionszeitraum und kontinuierliche Klärung der Fermentationsbrühe. Die geklärte Flüssigkeit, die in der Regel das Produkt enthält, wird dem Prozess kontinuierlich entnommen und den nächsten Prozessstufen zugeführt. Ausnahmen sind bakterielle Prozesse und New Food-Anwendungen, bei denen die Zellen das Wertprodukt darstellen. Die aufkonzentrierte Biomasse wird schonend in den Bioreaktor zurückgeführt, wobei eine hohe Vitalität und Produktivität gewährleistet wird.

Die kontinuierliche Verarbeitung verringert die Größe des Bioreaktors und senkt die Kosten. Bediener müssen nicht mehr auf das Ende eines Chargenlaufs warten, um Zellen zu trennen und das Zielprotein zu gewinnen. Anstatt Zellen final zu verwerfen beziehungsweise zu ernten, werden sie in den Bioreaktor zurückgeführt und partiell entnommen, sodass die Produktion wochenlang kontinuierlich laufen kann. Dies ermöglicht es, neue Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen.

GEA entwickelte die Separatoren, um der Biopharmaindustrie robuste und skalierbare Upstream-Prozesse zu bieten. Die Nachfrage nach Impfstoffen und monoklonalen Antikörpern (mAbs) steigt kontinuierlich. Diese Separatoren sind für hochintensive, kontinuierliche Zellseparation ausgelegt und runden die Serie nach unten ab. Monoklonale Antikörper werden erfolgreich zur Behandlung von Krebs und anderen schweren Krankheiten eingesetzt. Der kytero 10 wird im aktuellen GEA-Maschinendesign eingeführt, das einen klaren Wiedererkennungseffekt und die Zugehörigkeit zum Produktportfolio des Unternehmens betont.